Günstige Energiegewinnung

Günstige Energiegewinnung
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Erdwärme ist eine Energiequelle, die überall vorhanden ist, sich erneuert und unerschöpflich ist. Sie kostet nichts, da man sie direkt vom eigenen Grundstück beziehen kann und steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil der Nutzung von Geothermie ist, dass zur Förderung wenig Platz benötigt wird. Dies trägt zur Schadstoffausstoßreduzierung bei. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Förderung von Erdwärme eine ideale Möglichkeit bietet, die auf seinem Grundstück vorhandene Energie für Heiz- oder Kühlzwecke zu nutzen.

Stabilität und andere Vorzüge

Bei der Errichtung eines Bauwerkes spielt die Bodenbeschaffenheit eine enorme Rolle. Ist der Boden zu locker, besteht eine Gefahr für die Statik des Gebäudes. Abhilfe schaffen hier Pfahlgründungen, die dem Ganzen Halt geben. Und genau hier kann ein Energiepfahl zum Einsatz kommen.

Er bietet dem Bauherrn an dieser Stelle die Möglichkeit, die für den Lastabtrag erforderlichen Pfähle gleichzeitig zur Energiegewinnung aus dem Erdreich zu nutzen. Durch die Energiepfahlanlage kann das geometrische Potential, welches sich nahe an der Oberfläche befindet, genutzt werden. Heizen oder Kühlen - beides ist möglich. Der Energiepfahl leitet die aus der Erde stammende Wärme zu einer Zentrale. Hier wird mittels einer Wärmepumpe ein hohes Temperaturniveau erreicht. So kann die Anlage im Winter zum Heizen und im Sommer ideal zur Kühlung genutzt werden.

Energiepfähle sollten stets einem hohen Qualitätsstandard entsprechen. So gibt es unter anderem spezielle Betonrezepturen, die eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit und Speicherkapazität besitzen. Zur weiterer Unterstützung werden zudem Wärmetauscherrohre eingesetzt, in denen sich eine Flüssigkeit befindet. Sie zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf und entzieht dem Boden die dort vorherrschende Wärme bzw. Kälte.

Der richtige Pfahl

Jeder Pfahl besitzt eine bestimmte Tragfähigkeit, welche sich aus der inneren und der äußeren Tragfähigkeit zusammensetzt. Welche Werte für welchen Pfahl gelten, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. So ist eine gleichmäßige Betongüte besonders wichtig in Hinblick auf die innere Tragfähigkeit. Zur Bestimmung der äußeren Tragfähigkeit, welche auch als Widerstand bezeichnet wird, zieht man die Lastübertragung zur Rate. Sie wird durch die Mantelreibung am Pfahlschaft und den Druck über die Pfahlspitze, welcher auf den Baugrund entsteht, bestimmt.

So wie sich die Beschaffenheit des Energiepfahles auf seine Tragfähigkeit auswirkt, so ist die Bodenbeschaffenheit ebenfalls ein wichtiger Faktor. So kann unter anderem eine horizontale Beanspruchung auf den Pfahl einwirken, z.B. Fließdruck aus dem Baugrund. Auch Einwirkungen auf das aufgehende Bauwerk, so z.B. Wind, sind von entscheidender Rolle für die Tragfähigkeit eines Energiepfahles. Einflüsse durch sehr weiche Böden oder Chemikalien im Baugrund sind ebenfalls vor einer Pfahlgründung zu überprüfen.